Merz: Judenhass ist Ausländerfeindlichkeit

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Als Fortsetzung meines Beitrags darüber, dass der Bundeskanzler “Remigration” als ethnische Säuberung bezeichnet hat, hier ein Blick auf denselben Mann, der am Donnerstag auf einer Berliner Wahlkampfveranstaltung sagte, der Hass auf Juden bedeute… Ausländer.

Die perfideste Form der Ausländerfeindlichkeit ist Antisemitismus.

Richtig gelesen: Der Regierungschef Deutschlands sagt im Wahlkampf, dass Juden keine Deutschen sein können.

Ein Ausrutscher? Es ist tief verwurzelt in den konservativen politischen Programmen Deutschlands, die Juden bis heute als ferne, unvertraute Andere darstellen, die man duldet. Das Jüdische Museum Berlin ist eine Ausstellung nicht über Juden, wie sie sind, wie das Leben heute läuft, sondern über die Menschen, die remigriert wurden. Es ist, als ginge man in ein Dinosauriermuseum über das Leben vor dem Meteoriteneinschlag.

Ausländerfeindlichkeit richtet sich, das Wort sagt es, gegen Ausländer.

Friedrich Merz hat das Wort auf Juden angewandt, die in Deutschland leben, von der Bühne seiner eigenen Parteizentrale aus, als Schutzversprechen für diese Ausländer.

Dinah Riese hat es in der taz beim Namen genannt. Der Satz zieht eine Grenze zwischen einem kollektiven “Wir” und sortiert alle Juden in die Kategorie der “Anderen”.

Der Bericht der Jüdischen Allgemeinen zeigt den Rahmen in jeder Passage, die er zitiert.

Kein Ausrutscher.

Laut der Jüdischen Allgemeinen zählte er als Ziele der jüngsten Angriffe deutsche Staatsbürger, Juden und israelische Staatsbürger auf. Liest man das als drei Gruppen, bekommen Juden ihren sorgfältigen Platz zwischen deutschen Staatsbürgern und Israelis. Liest man es als zwei, mit Juden als den gemeinten Staatsbürgern, bleiben sie die Staatsbürger, denen ein zweites Etikett angeheftet werden muss. So oder so: ein Identitäts-Niemandsland.

Dann stellte er “Ausländerkriminalität” und “Judenhass” als die zwei Dinge nebeneinander, die Berlin nicht länger dulden dürfe, und betonte, demselben Bericht zufolge, Deutschland bleibe ein Einwanderungsland. Jede Erwähnung von Juden saß in seiner Passage über Einwanderung. Juden, die seit Jahrhunderten in Deutschland leben? Merz erklärt der Welt, dass sie nicht als Deutsche zählen.

Das ist seine gefestigte, öffentliche Haltung.

Im Juni 2025 sagte er Fox News, Deutschland leide unter “imported antisemitism”, importiertem Antisemitismus, womit er den deutschen Hass auslagern wollte. Ein Jahr später sind die Juden selbst zum Import geworden. Am besten erklärt das Esra Özyürek in ihrem Buch “Subcontractors of Guilt: Holocaust Memory and Muslim Belonging in Postwar Germany” von 2023.

Deutsche mit türkischem und arabischem Hintergrund müssen Erinnerung als Bedingung ihrer Zugehörigkeit in Deutschland vorführen, während ethnische Deutsche ihren eigenen gegenwärtigen Antisemitismus als historisch abgeschlossen behandeln. Die Schuld wird nach unten weitervergeben, an die Menschen mit der geringsten Macht, die Übertragung der Schuld auf sich zurückzuweisen.

Juden in Deutschland besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt, durch Einbürgerung und durch Wiedereinbürgerung nach Artikel 116 des Grundgesetzes, dem Artikel, der für die Menschen geschrieben wurde, denen der NS-Staat zwischen 1933 und 1945 die Staatsangehörigkeit entzog. Der Entzug kam in Stufen. Das Reichsbürgergesetz vom 15. September 1935 (RGBl. I S. 1146) definierte den Reichsbürger als Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes, womit deutsche Juden in eine mindere Kategorie der Zugehörigkeit rückten, während ihre Pässe in ihren Händen blieben. Die Elfte Verordnung zu diesem Gesetz vom 25. November 1941 (RGBl. I S. 722) erklärte, dass jeder Jude mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland, Deportierte eingeschlossen, die deutsche Staatsangehörigkeit verliert, und zog das Vermögen gleich mit ein.

Der Satz des Kanzlers vollzieht dieselbe Sortierung wie Hitler, mit einem modernen Augenzwinkern.

Er ist offen antisemitisch. Auf einer großen Bühne in Berlin, um Stimmen zu gewinnen.

Riese liefert das Detail, das zeigt, was die Merz-Rhetorik im Alltag anrichtet. Der Angreifer, der diesen Monat in Berlin mit einer abgebrochenen Flasche auf eine Frau mit Davidstern-Kette losging, reagierte auf die Kette. Ihre deutsche Staatsangehörigkeit war für ihn völlig unsichtbar. Sechs Tage später stand der Kanzler auf einer Bühne und sagte, für ihn sei sie es auch.

Ich habe es erlebt. Auf einer S-Bahn-Fahrt vom Wannsee, dessen Bahnhof noch immer seine gebrochene Reichsbahnschrift von 1935 trägt, eine kurze Busfahrt von der Villa entfernt, in der die Endlösung organisiert wurde, setzte sich eine Frau neben mich und tobte. Sie schrie, ich sei ein Ausländer, ich würde totgeschlagen und meine Kinder würden von starken, reinen Deutschen gestohlen und vergewaltigt, wenn ich nicht fliehe. Ich begriff erst gar nicht, dass sie mich meinte, so ungeheuerlich war es, bis jemand flüsterte: “Sie meint Sie.” Die S-Bahn war voll. Um sie herum saßen alle schweigend und sahen weg, während sie weiter und weiter redete, bis ich den Wagen verließ.

Antisemitismus beginnt mit dem Satz, dass Juden per Definition fremd sind. Der Kanzler hat ihn gesagt, im Wahlkampf, als der Mann, dem man als Beschützer der “Deutschen” vertrauen soll.

Chancellor Merz Calls German Jews Foreigners

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As a followup to my post about the German Chancellor saying that “remigration” means ethnic cleansing, here’s a look at the same man at a Berlin political rally on Thursday saying that the hatred of Jews means… foreigners.

Die perfideste Form der Ausländerfeindlichkeit ist Antisemitismus.

That’s right, the leader of Germany is saying on a campaign trail that Jews can’t be Germans.

Is it a slip? It is deeply rooted in the conservative political German platforms who frame Jews to this day as a distant, unfamiliar, others who they tolerate. The Jewish museum in Berlin is an exhibition not about Jews as they are, how life goes today, instead about the people who were remigrated. It is like going to a dinosaur museum about life before the meteor strike.

Ausländerfeindlichkeit means hostility toward foreigners.

Friedrich Merz applied the word to Jews living in Germany, from the stage of his own party headquarters, as a promise of protection of those foreigners.

Dinah Riese at the taz named it for what it is. The sentence draws a line between a collective “we” and puts all the Jews in the “other” category.

The Jüdische Allgemeine report shows the frame in every passage it quotes.

Not a slip.

The Jüdische Allgemeine’s account has him listing the targets of recent attacks as German citizens, Jews, and Israeli citizens. Read as three groups, Jews get careful placement between German citizens and Israelis. Read as two, with Jews as the citizens in question, they remain the citizens who need a second label attached. Either way, an identity wasteland.

He then paired “Ausländerkriminalität” with “Judenhass” as the two things Berlin must stop tolerating, and, per the same report, insisted Germany remains an Einwanderungsland. Every mention of Jews sat inside his passage on immigration. Jews living in Germany for centuries? Merz tells the world they don’t count as Germans.

This is his settled, public view.

In June 2025 he told Fox News that Germany suffers from “imported antisemitism”, by which he meant to outsource German hate. A year later the import has become the Jews themselves. This is explained best in a book called “Subcontractors of Guilt: Holocaust Memory and Muslim Belonging in Postwar Germany” by Esra Özyürek in 2023.

Turkish- and Arab-background Germans are made to perform remembrance as a condition of belonging in Germany, while ethnic Germans treat their own current antisemitism as being historically closed. The guilt gets subcontracted downward to the people with the least power to refuse the transfer of blame to them.

Jews in Germany hold German citizenship by birth, by naturalization, and by restoration under Article 116 of the Basic Law, the clause written for people the Nazi state stripped of citizenship between 1933 and 1945. The stripping came in stages. The Reich Citizenship Law of 15 September 1935 (RGBl. I S. 1146) defined a Reichsbürger as a Staatsangehöriger of German or related blood, which moved German Jews into a lesser category of belonging while leaving their passports in their hands. The Eleventh Ordinance to that law, 25 November 1941 (RGBl. I S. 722), declared any Jew living abroad, deportees included, to have lost German nationality, and took their property with it.

The Chancellor’s sentence performs Hitler’s same sorting with a modern wink and nod.

He’s being openly antisemitic. On a main stage in Berlin, to win votes.

Riese adds the detail that shows what the Merz rhetoric does in daily life. The attacker who swung a broken bottle at a woman wearing a Star of David necklace in Berlin this month acted on the necklace. Her German citizenship was totally invisible to him. Six days later the Chancellor stood on a stage and said it is totally invisible to him too.

I have experienced it. On a S-Bahn ride from Wannsee, whose station still wears its 1935 Reichsbahn blackletter a short bus ride from the villa where the final solution was organized, a woman sat next to me and ranted and raved. She yelled that I am a foreigner, that I will be beat to death and have my children stolen and raped by strong and pure Germans if I do not flee. I didn’t fully realize she meant me, it was so atrocious, until someone whispered “she’s talking about you.” The S-Bahn was full of passengers. All around her they sat in silence and looked away as she went on and on, until I left the car.

Antisemitism begins with the sentence that says Jews are foreign by definition. The Chancellor said it while campaigning as the man who wants to be trusted as a protector of “Germans”.

Operator Shows No Remorse for Use of Tesla as a Civilian Bomb

Prosecutors are focused on the man operating the weapon, using a Tesla for domestic terrorism, whether or not he was following Elon Musk’s orders.

The driver, Zachary Steven Chernicky, 31, of San Jose, “turned his car into a literal bomb” when he drove between 100-142 mph on Highway 87 and plowed into heavy traffic on December 2, 2025, prosecutors wrote in court documents.
Following the fiery fatal wreck, Chernicky got a new Tesla and showed off how fast it could go in a series of videos posted on Instagram, court records state.

He roamed free, threatening the public.

CA Tesla Destroyed in Early Morning Crash Into Back of Truck

Several people have pointed out to me another Tesla appears to have failed to navigate a bend and crashed at full speed into the back of a parked truck.

Source: KRON4

…major damage crash shut down both lanes of Altamont Pass Road in unincorporated Alameda County Friday morning, the California Highway Patrol Dublin area office reported.

Lanes in both directions were shut down between Greenville Road and Carroll Road starting at approximately 6:30 a.m.